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Dr. Frank-Chris Schoebel
Dr. Frank-Chris Schoebel arbeitet seit 25 Jahren als Kardiologe in Düsseldorf und war über 16 Jahre Mitarbeiter in der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, davon 6 Jahre als Oberarzt. Zum Profil.

Sex bei Herz-Kreislauf-Problemen: Wie verhalten?

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Wenn ein verheiratetes Paar Sex miteinander hat, liegt die körperliche Belastung ungefähr bei einer mittleren Herzfrequenz von 117 bpm und einem mittleren Blutdruck von 162/89 mmHg, beim Orgasmus etwas höher. Insgesamt entspricht das einer moderaten körperlichen Aktivität wie Golfen oder Gartenarbeit, aber noch keiner Spitzenbelastung im Alltag.

Bei den folgenden Herz-Kreislauf-Problemen kann Sex allerdings ein Risiko darstellen:

• neu aufgetretener oder intensivierter Brustschmerz in den letzten 2 Wochen
• schlecht eingestellter Blutdruck (z. B. 160/100 mmHg)
• höhergradige Leistungseinschränkungen (z. B. keine Treppenetage ohne Luftnot)
• Herzinfarkt liegt weniger als 2 Wochen zurück
• Rhythmusstörungen mit hohem Risiko (z. B. Salven aus Herzhauptkammer)
• angeborener verdickter Herzmuskel
• mittel- bis schwergradige Herzklappenerkrankungen (z. B. Aortenklappenstenose)

In diesen Fällen sollte die sexuelle Aktivität mit einer Kardiologin bzw. einem Kardiologen besprochen werden. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Herzinfarkt länger als 6 Wochen zurückliegt und keine Symptome auftreten, ist das Risiko beim Sex gering.

 

 Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

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